Dresden, 20. November
2009
Offener Brief von Prof. Horst Schneider an den Präsidenten der
Bundesrepublik Deutschland,
Herrn Horst Köhler
Sehr geehrter Herr Bundespräsident,
die Medien berichteten in den
letzten Tagen, dass Sie am Montag, 16. November 2009,
„ Zwölf Gegner des SED -
Unrechts mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt" haben.
Zwar ist noch nicht bekannt geworden,
dass sie schon Gegner von Rüstung und Krieg
ausgezeichnet haben. Aber eine
staatliche Auszeichnung setzt bekanntlich Normen.
Es ist ein Unterschied, ob jemand
Held der Arbeit wird oder das Ritterkreuz für
„erfolgreiches" Morden erhält.
Ich vermute, das muss ich nicht lange begründen.
Nun lese ich, dass Dr. Hubertus
Knabe und Jutta Fleck zu den „Geehrten" gehören, und da
ist für mich die Grenze des Zumutbaren
und des Anstands überschritten.
Dr. Knabe ist Historiker und
Gedenkstättenleiter in Hohenschönhausen. Welchen Ruf hat er
unter seinen Historiker -
Kollegen und warum? Für die pausenlose Verteufelung der DDR -
Geschichte? Und seine Gedenkstätte?
Wie ist das „Gruselkabinett" entstanden
und welche
Aufgaben, erfüllt es? Warum wird
gerade eine DDR – Haftanstalt „vorgeführt", keine
bundesdeutsche im Vergleich? An
Opfern des Kalten Krieges mangelt es auch im Westen
nicht, die auf ihre
Rehabilitierung warten. Zu all diesen Fragen habe ich recherchiert. Knabe
hat auf seine Weise (mit Verleumdung)
reagiert.
Jutta Fleck ist mit Hilfe des
Films und vergeudeten Steuergeldern zur „ Heldin" avanciert,
aber nahezu alles, was sie kolportiert
hat, ist Unwahrheit und Verleumdung. Zeugen sind auch
ihr in Dresden lebender Ex -
Mann und die Töchter der Jutta Fleck und deren Briefe nach
Dresden. Meine Recherche „
Gruselstory Checkpoint Charly" ist ( auch für Sie) verfügbar.
Frau Fleck hat sich vor 1990
in den Dienst der kalten Krieger gestellt und mit dem Film
( mit Monika Ferres) die Schwarzmalerei der DDR gefördert. Fragen
Sie
Professor Dr. Sabrow nach der verheerenden Wirkung im Osten. Lügen haben kurze
Beine.
Die Auszeichnung von Hubertus
Knabe und Jutta Fleck reiht sich ein in die DDR -
Feindlichkeit, die Sie auch
in Ihrer „ Leipziger Rede" Anfang Oktober zeigten.
Das Horrorszenario. das Sie dort
malten, hatten Sie von Dr. Michael Richter, Mitarbeiter des
Hannah - Arendt - Instituts, entliehen.
Der Mann hatte sich schon 1997 als Lügenbaron
hervorgetan, als er den
Giftmord an Ministerpräsident Dr. Friedrichs erfand, den 1947 Innenminister
Fischer mit Wissen des Landtagspräsidenten
Otto Buchwitz begangen haben soll.
Das Buch erschien, obwohl Richter
durch meine Recherche wusste, dass nichts stimmte.
Richter wurde damals durch
Ministerpräsident Biedenkopf prämiert.
Das alles ist in der Literatur
nachzulesen.
Ich halte es für
unerträglich, wenn der Staat offiziell Lügen und Lügner mit Orden und
Planstellen auf Kosten der
Steuerzahler belohnt, deren Vertrauen restlos
zerstört wird. Ist Glaubwürdigkeit
in die Politiker nicht mehr nötig?
Ich wünsche Ihnen Erfolg bei Ihrer
Arbeit für alle Deutschen!