Buchankündigung

 

Horst Schäfer

Im Fadenkreuz: Kuba

Der lange Krieg gegen die Perle der Antillen

ISBN 3-89706-876-1, 324 S., Hardcover, 18

Kai Homilius-Verlag 2004

Edition Zeitgeschichte Band 18

 

Kritik sollte niemals die Tatsache ignorieren, dass Kubas wichtigster Beitrag für die Welt darin besteht, den lebendigen Beweis dafür zu liefern, dass es möglich ist, Armut, Krankheiten und Analphabetismus in einem Land zu besiegen, das mit allen dreien mehr als vertraut war. Das ist ein ziemlich großer Nutzen. Und die Tatsache, dass es angesichts anhaltender Feindschaft eines zwanghaft besessenen Nachbarn erreicht wurde, macht alles umso erstaunlicher.

 

Brian Wilson, ehemaliger britischer Handelsminister, August 2003

 

Wir haben eine verfluchte Mörder-GmbH in der Karibik betrieben.

 

US-Präsident Lyndon B. Johnson, 1971

 

Kommt jetzt Kuba dran?

 

Las Vegas Mercury Juli 2004

Seit Castro sein Land vom korrupten uns von den USA und der Mafia unterstützten Batista-Regime befreite, hat Washington eine Vielzahl von Methoden erprobt, ihn loszuwerden. Dazu gehörten von den Steuerzahlern finanzierte Mordversuche, Invasionen, Blockaden, Embargos, Drohungen mit nuklearer Auslöschung, Zerrüttung im Innern und biologischer Krieg.

Michael Moore, US-Dokumentarfilmer und Publizist, April 2004

Aus dem Inhalt:

Vorbemerkungen

Einleitung: Terrorismus nach Art des Weißen Hauses

1. Der Mordreport des US-Kongresses

2. CIA-Staatsstreich in Iran

3. Guatemala: Modell für Kuba-Invasion

4. Entführung in Haiti

5. In der Hand von Extremisten?

I. Kaufen oder erobern: US-Politik gegenüber Kuba bis 1958

Der Krieg von 1898

Ein Schlachtschiff explodiert

Cari Schurz und Kuba

Platt-Amendment und Guantanamo Bay

Normalisieren durch Eliminieren Wie kann Castro verhindert werden? Batistas letzte Tage

II. Von Eisenhower bis Johnson: Mord, Sabotage und Krieg

1. CIA: Alle drei Kubaner beseitigen

2. Opa Locka und die Schweinebucht

3. Mord auf Bestellung: ZRRIFLE

4. Mit Mongoose zur Raketenkrise

........

10. Wer erschoss JFK?

III. Strangulieren - mit und ohne Gesetz Anti-Kuba-Politik von den 70er Jahren bis 2004

Kein Handel mit dem Feind

Von Nixon bis Bush l

1990

Bosch und Bush

Posada und Bush

Rodriguez und Bush

Basulto, Bacardi und Helms-Burton

Auch Otto Juan ist dabei

Heute Irak-Morgen Kuba?

IV. Was Andere meinen

- Michael Moore: Und immer noch geht es um Kuba

- Ramsey Clark: Blockade gegen Kuba - ein Verbrechen

- Seumas Milne: Warum die USA Kuba fürchten

- William Blum: Die USA, Kuba und .....

- A. F. Kirkpatrick: USA verüben Kindsmisshandlungen in Kuba

- Brian Wilson: Kuba ist nicht perfekt, .....

Anhang

Quellen, Glossar, Zeittafel, Register

Leseprobe (aus dem Vorwort):

Dieses Buch wird die Politik der größten Militärmacht der Erde, die seit vielen Jahrzehnten über ein kleines Land den Belagerungszustand verhängt hat, vorwiegend an Hand früher streng geheimer Original-Dokumente aus US-Regierungs-Archiven nachzeichnen.

Hunderte Akten von CIA, Außenministerium und Weißem Haus sowie Untersuchungsberichte des US-Kongresses sind dafür die Hauptquellen.

Hunderte von vielen Tausend, die bisher nicht freigegeben wurden. Dazu kommen die offiziell zugänglichen Gesetze sowie Verordnungen des US-Kongresses und mehrerer Präsidenten über die Boykott- und Blockadepolitik gegen Kuba.

Elf Jahre lang konnte ich US-Politik aus der Nähe beobachten.

Ich arbeitete als Journalist in den USA, 1971/72 in Kalifornien, von wo ich unter anderem über den Prozess gegen die Bürgerrechtlerin Angela Davis berichtete, und zwischen 1975 und 1987, mit einer kurzen Unterbrechung, in Washington als akkreditierter Korrespondent bei der US-Regierung, Angehöriger des Presse-Korps des Weißen Hauses sowie bei den Vereinten Nationen in New York. Die Berichterstattung über die Kongressuntersuchungen 1975 zum Mordterror der CIA gehört zu den interessanten und gleichzeitig bedrückenden Erlebnissen am Anfang meiner Korrespondenten-Tätigkeit in Washington. Es war mein erster Einblick in die Abgründe einer Politik, für die auch Präsident Kennedy verantwortlich war. Zwölf Jahre zuvor, am Tag von Kennedys Ermordung, hatte ich im Prinzregentenstadion in München einem Eishockey-Länderspiel zugesehen, als die Schreckensnachricht verkündet wurde.

Nach diesem Terroranschlag am Abend des 22. November 1963 gehörte ich zu denen, die das Gefühl hatten, dass die Welt um eine Hoffnung auf Frieden und Entspannung ärmer geworden war.

Im Dezember 1975 publizierte der US-Senat seinen Bericht über die Morde und Mordversuche an ausländischen Staatsmännern. Im so genannten Mordreport" werden nicht weniger als acht CIA-Attentatsversuche auf Fidel Castro und viele Sabotage- und Terroraktionen gegen Kuba in allen Einzelheiten dokumentiert.

Der Ausschussvorsitzende Sen. Frank Church stellte die Dokumentation am 4. Dezember 1975 im Sheraton-Hotel in Washington auf einer Veranstaltung der Organisation Pacem in Terris" - auch der Buchautor war dabei - mit den Worten vor:

Jahrelang versuchten wir, Fidel Castro und andere kubanische Staatsmänner zu ermorden. Die verschiedenen Anschläge verteilten sich über drei (US)-Regierungen und schlössen eine ausgedehnte Zusammenarbeit zwischen CIA und Mafia ein."...